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California Dreaming

In the Southern California’s Mojave Desert, the highways extend into the distance and disappear beyond an unreachable horizon. This is where the directors of countless road movies have found the perfect setting for their moving tales of boundless freedom: where the American dream merges imperceptibly with the distinctive landscape. This is the stage for STEFANIE SCHNEIDER’S fantastical, colour-saturated images, in which she reinvents standard Hollywood visions as serene, dreamlike utopias. To achieve this unique aesthetic, the Los Angeles based photographer deliberately uses Polaroid film that has expired. This ensures chance plays an important role in her work. The aged film causes unpredictable colour shifts which can sometimes lend the images a warm glow or produce powerful contrasts. In one of Schneider’s photographs, a veil of colour seems to float before the silhouette of her friend Radha like a velvety cloak through which her graceful figure glows in a soft light. Schneider understands how to breathe this magical intimacy into her portraits, giving them the feel of precious memories and capturing brief, untouched moments of intimate togetherness. The carefully composed photographs have a remarkable, snapshot-like character that opens up space for the emotions and events that follow. Schneider uses the individual moments to generate a narrative, pulling her works towards a cinematic storyline whose themes she masterfully identifies and deconstructs.


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Erinnerungen in Polaroid

In der südkalifornischen Mojave-Wüste, wo die endlos scheinenden Highways hinter dem unerreichbaren Horizont verschwinden, wo die Regisseure zahlreicher Roadmovies die Kulisse für ihre Sehnsuchtsgeschichten von der grenzenlosen Freiheit fanden, ist der American Dream untrennbar mit der Landschaft ver- schmolzen. Hier inszeniert Stefanie Schneider ihre phantastischen, farbgesättig- ten Bildwelten, in denen sie diese mustergültigen Hollywood-Visionen von einer heiteren Gelassenheit wie traumhafte Utopien erscheinen lässt.

Um diese einzigartige Ästhetik zu erreichen, nutzt die in Los Angeles lebende Fotografin gezielt abgelaufene Polaroid-Filme. Dabei spielt der Zufall eine tragen- de Rolle, schließlich erzeugt das überlagerte Filmmaterial unvorhersehbare Farbverschiebungen, die ein Bild mal mit kräftigen Kontrasten, mal mit wärmen- den Farbtönen belegen. So schwebt etwa in einer von Schneiders Fotografien ein zarter Farbschleier vor der Silhouette ihrer Freundin Radha und hüllt sie in einen samtenen Überzug ein, unter dem ihre anmutige Gestalt in einem sanften Glanz leuchtet. Stefanie Schneider versteht es, ihren Porträts diese magische Intimität einzuhauchen, sodass sie stets wie kostbare Erinnerungs-stücke an kurze, aber ungestörte Moment der innigen Zweisamkeit wirken.

Somit erwecken die sorgfältig komponierten Fotografien einen verblüffenden, schnappschussartigen Charakter, der den Raum für sich anschließende Ereignis- se und Emotionen öffnet. Sefanie Schneider gelingt eine erzählerische Steigerung dieser flüchtigen Augenblicke, wodurch ihre Arbeiten wiederum in die Nähe jener filmischen Narrative rücken, deren Themen die Künstlerin so zielsicher aufzugreifen und zu dekonstruieren versteht.


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